Philip C. Dao

Phillip C. Dao

Philip C. Dao, Berlin


Zur Person
Philip Dao, Dipl.-Psych., Jg. 1972, verfügt über langjährige Erfahrung als Behandler schwerer Gewaltstraftäter im Berliner Strafvollzug. Mit dem Spezialgebiet Deeskalation schult er Fachkräfte, die in ihrer Tätigkeit mit aggressiven Personen zu tun haben. Am Fachbereich Polizei und Sicherheitsmanagement der HWR Berlin sowie an der Bildungsstätte Justizvollzug Berlin lehrt er die Technik und Taktik der Befragung von Tätern, Zeugen und Opfern. Als Mitarbeiter der Firma Team Psychologie & Sicherheit (TPS) ist er für rund ein Dutzend Dax-Konzerne schwerpunktmäßig in den Bereichen psychologisches Bedrohungsmanagement, persönliche Sicherheit bei Dienstreisen und betriebliche Ermittlungen bei Mitarbeiterkriminalität tätig. Er ist Gründer und Moderator des seit 2004 bestehenden Online-Fachaustauschs der Systemischen Gesellschaft.

Im Netz
www.tendo-institut.de

Leitung des Workshops
“Keine Zweifel an guten Absichten? Die Rolle von Psychologen im CIA-Folterskandal”
Datum: Donnerstag, 13. Oktober 2016
Uhrzeit: 14.30 – 16.30 Uhr

Abstract
Der CIA-Folterskandal ist schon wieder aus der aktuellen Berichterstattung verschwunden, so dass die brisanten Inhalte der Untersuchungsberichte und Aktenveröffentlichungen nur nach und nach bekannt werden. Neben der Qualität und Quantität der Foltermethoden verblüffen vor allem die inhaltlichen und personellen Überschneidungen des CIA-Folterprogramms mit den Fachgebieten Psychologie und Therapie – einschließlich ressourcenorientierter Couleur. Der Workshop erläutert, was psychologische Folter ausmacht und welche Rolle Psychologinnen und Psychologen bei der Entwicklung der sogenannten „erweiterten Verhörmethoden “ nach dem 11. September 2001 gespielt haben sowie mit welchen Strategien diese Methoden der Öffentlichkeit verkauft wurden. Neben Untersuchungsberichten und Aktenveröffentlichungen dienen dabei Original-Verhörhandbücher, Zeugenaussagen von Opfern sowie Enthüllungen von
Whistleblowern als Quellen. Für die therapeutische Arbeit mit Folteropfern vermittelt der Workshop einige interessante, wenig bekannte Hintergrundinformationen. Im Vordergrund des Workshops steht jedoch der Blick über den therapeutischen Tellerrand um unser allgemeines Bewusstsein für den möglichen Missbrauch unseres Fachgebiets zu schärfen und solchen Entwicklungen zukünftig entschiedener entgegenwirken zu können.