Wolfgang Luderer

Hans-Jürgen Luderer

Prof. Dr. Hans-Jürgen Luderer, Heilbronn


Zur Person
Hans-Jürgen Luderer studierte 1968-1974 Medizin an der Universität Heidelberg. 1981 schloss er seine Weiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie ab. Nach der Habilitation 1987 wurde er 1991 zum Professor für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Erlangen berufen. Von 1996 bis 2014 war er Chefarzt am Klinikum am Weissenhof in Weinsberg. Im Ruhestand ist er weiterhin als Leiter des Klinischen Ethikkomitees im Klinikums am Weissenhof, stellvertretendes Mitglied der Ethikkommission der Landesärztekammer Baden-Württemberg, Ausbilder in klientenzentrierter Psychotherapie und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Gesellschaft für personzentrierte Psychotherapie und Beratung (GwG) und Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Psychoedukation (DgPE) tätig.

Aktuelle Publikationen (Auswahl)
Luderer, HJ (2014). Empathie bei schweren Psychischen Störungen. Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung, 45, 142-150.

Luderer, HJ (2915). Wenn der Körper Alarm schlägt. Die therapeutische Beziehung bei psychischen Störungen mit körperlichen Symptomen. Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung, 46, 141-146.

Pitschel-Walz, G., Luderer, HJ (in press). Psychoedukation bei unipolaren Depressionen. In: Bäuml J, Pitschel-Walz G: Handbuch der Psychoedukation. Stuttgart: Schattauer.

Luderer, HJ (in press). Psychoedukation bei Alkoholabhängigkeit. In: Bäuml J, Pitschel-Walz G: Handbuch der Psychoedukation. Stuttgart: Schattauer.

Im Netz
http://www.institut-facilitate.de

Vortrag im Rahmen der Sektion
“Manual und/oder Bauchgefühl”
Titel: Manual und Bauchgefühl – Widerspricht sich das?
Datum: Freitag, 14. Oktober 2016
Uhrzeit: Zwichen 10.00 und 12.00 Uhr (genauere Angaben folgen)

Abstract
Unter dem Begriff des Psychotherapiemanuals werden Beschreibungen des psychotherapeutischen Vorgehens in Form von Benutzerhandbüchern verstanden. Meist beziehen sie sich auf Gesamtkonzepte der Psychotherapie psychischer Störungen (z.B. das DBT-Manual von Marsha Linehan zur Behandlung der Borderline-Persönlichkeitsstörung), auf bestimmte Aspekte der Therapie (z.B. verschiedene Manuale der Psychoedukation bei Schizophrenien) oder auf Hilfen bei störungsübergreifenden psychischen Problemen (z.B. soziales Kompetenztraining).
In diesen Manualen wird in der Regel zunächst die Störung, der Aspekt der Therapie und / oder das störungsübergreifende Problem skizziert. Anschließend wird das vorgesehene psychotherapeutische Vorgehen einschließlich des vorgesehenen Ablaufs beschrieben und begründet. Therapiemanuale weisen Vorzüge wie z.B. Transparenz des Vorgehens oder Handhabbarkeit für weniger erfahrene Therapeuten auf.
In dem Vortrag und der anschließenden Diskussion soll gezeigt werden, dass diese Vorzüge genutzt werden können, ohne die therapeutische Kreativität über das erforderliche Maß hinaus zu beschneiden.